Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Der Völkermord an den Sinti und Roma und die Bundesrepublik : der lange Weg zur Anerkennung 1949-1990 / Sebastian Lotto-Kusche

By: Lotto-Kusche, Sebastian, 1987- [VerfasserIn]Contributor(s): Sandkühler, Thomas, 1962- [AkademischeR BetreuerIn] | Danker, Uwe, 1956- [AkademischeR BetreuerIn] | Humboldt-Universität zu Berlin [Grad-verleihende Institution]Material type: TextTextLanguage: German Series: Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte ; Band 125Publisher: Berlin ; Boston : De Gruyter Oldenbourg, 2022Description: VIII, 264 Seiten ; 24 cm x 16 cmISBN: 9783110774023; 311077402XGenre/Form: HochschulschriftOnline resources: Cover | Rezension | Inhaltsverzeichnis Dissertation note: Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, 2020. Summary: Die Studie untersucht die diskursiven Kämpfe um die Anerkennung des NS-Völkermords an Sinti und Roma in der Bundesrepublik bis 1990. Dabei wird unter Anerkennung zweierlei verstanden: die Akzeptanz der Verbände der Sinti und Roma als legitime Gesprächspartner der Bundesregierung sowie die Bewertung der „NS-Zigeunerverfolgung‟ als „rassisch‟ motiviertes Verbrechen in Politik und Wissenschaft. Auf der Grundlage umfassenden Quellenmaterials von Bundesbehörden und politischen wie zivilgesellschaftlichen Akteuren entsteht eine Diskursgeschichte dieses langwierigen Anerkennungsprozesses. Sie zeigt, dass bis tief in die 1960er Jahre hinein ein durch und durch rassistisches Bild der nationalsozialistischen Politik gegen Sinti und Roma vorherrschte. Dieser Denkstil, der von traditionellen Vorurteilen über „Zigeunerkriminalität‟ geprägt war, geriet in den 1970er Jahren mit der Rezeption von internationalen Forschungsarbeiten immer stärker unter Druck. Doch erst in den 1980er Jahren begann mit der Anerkennung der Sinti und Roma als Gesprächspartner durch Bundeskanzler Helmut Schmidt auch die Erforschung des NS-Massenverbrechens.
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Bücher Bücher Gedenkstätte Buchenwald
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MO 18982 Available 8e 2018249556

Quellen- und Literaturverzeichnis: Seite 221-257

Enthält ein Personenregister

Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, 2020.

Die Studie untersucht die diskursiven Kämpfe um die Anerkennung des NS-Völkermords an Sinti und Roma in der Bundesrepublik bis 1990. Dabei wird unter Anerkennung zweierlei verstanden: die Akzeptanz der Verbände der Sinti und Roma als legitime Gesprächspartner der Bundesregierung sowie die Bewertung der „NS-Zigeunerverfolgung‟ als „rassisch‟ motiviertes Verbrechen in Politik und Wissenschaft. Auf der Grundlage umfassenden Quellenmaterials von Bundesbehörden und politischen wie zivilgesellschaftlichen Akteuren entsteht eine Diskursgeschichte dieses langwierigen Anerkennungsprozesses. Sie zeigt, dass bis tief in die 1960er Jahre hinein ein durch und durch rassistisches Bild der nationalsozialistischen Politik gegen Sinti und Roma vorherrschte. Dieser Denkstil, der von traditionellen Vorurteilen über „Zigeunerkriminalität‟ geprägt war, geriet in den 1970er Jahren mit der Rezeption von internationalen Forschungsarbeiten immer stärker unter Druck. Doch erst in den 1980er Jahren begann mit der Anerkennung der Sinti und Roma als Gesprächspartner durch Bundeskanzler Helmut Schmidt auch die Erforschung des NS-Massenverbrechens.

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